Bei ungemütlichen Wetterbedingungen galt es für die ESG den Flow der letzten Wochen mitzunehmen und die desaströse Bilanz am heimischen Fuchsbau der Hubertusburg aufzupolieren und diesen langsam, aber sicher wieder zu einer Festung auszubauen.
Personell war Coach Kljajic durch die jeweils im Heimaturlaub weilenden Sonnenberg, von der Groeben und Kohlmeier im Vergleich zur Vorwoche zu drei Wechseln gezwungen: Jung beackerte mit Karic die linke Flanke, während Feuser dieses Mal von Beginn an agierte und Krüger seine langersehnte Rückkehr im Sturm feierte.
Mit Anpfiff übernahm die Heimmannschaft die Initiative und zeigte sich selbstbewusst und variantenreich im Spielaufbau: gefällige Kombinationen wechselten sich mit langen Bällen hinter die gegnerische Abwehrreihe ab und sorgten früh für Gefahr rundum das Gästetor.
Folgerichtig vollstreckte der über links freigespielte Krüger nach einem Dribbling zur frühen wie verdienten Führung (8. Minute). Im Anschluss hatte der Gast vom Baldeneysee eine gehörige Portion Fortune auf seiner Seite, um nicht schon frühzeitig die Segel zu streichen. Gästetrainer Issel sah sich zu zwei frühen Wechseln gezwungen und schimpfte an der Seitenlinie unaufhörlich wie ein Rohrspatz.
Erst ab der 30. Minute kam der Heisinger SV zu längeren Ballbesitzphasen, die die geschlossen agierende ESG-Defensive jedoch nicht in größere Bedrängnis brachte. Nachdem Feuser mit muskulären Problemen durch Schulz ersetzt wurde, kassierte Krüger kurz vor der Halbzeit einen üblen Tritt an der Mittellinie. Der umsichtige Referee Alfers entschied auf Vorteil, der der ESG eine Riesenchance ermöglichte. Leider behielt der Gästetorwart im Duell gegen den durchgestarteten Bowinkelmann die Oberhand und konnte für seine Farben auf Kosten einer Ecke retten.
Diese brachte Scatello gewohnt gefährlich in die Mitte, wo Hemling emporstieg und unhaltbar zur 2:0 Führung einköpfte (42. Min.).
Trotz eindringlicher Warnungen von Coach Kljajic zeigten sich seine Schützlinge zu Beginn der zweiten Halbzeit sehr fahrig: Seine Mannschaft überliess dem HSV das Mittelfeld und war nun deutlich mehr unter Druck als zuvor. Auch wenn trotzdessen nur wenig auf Keeper Agethens Tor ging, musste dieser seine Vorderleute lautstark dirigieren. Die einzige Heisinger Großchance machte Hemling zunichte, als dieser stark per Grätsche für den bereits geschlagegen Tormann rettete. Um für mehr Entlastung zu sorgen, brachte Kljajic den genesenen Kotermann für den sich im Spielverlauf immer mehr in der Defensive aufgeriebenen Karic.
Kurioses dann in Minute 74.: Nachdem Heisingen den Ball wegen zwei verletzten Spielern ins Aus spielte, wollte Scatello den Ball per Rückgabe an Gästetorwart zurückspielen. Dank eines plötzlichen Windloches flog der Ball jedoch über Hoffmann hinweg ins Heisinger Tor. Nach dem folgenden Anstoß liess die ESG die Heisinger gewähren und zum 3:1 einschieben, sodass der alte Abstand wieder hergestellt wurde.
Nachdem er zuvor noch einmal vom Innenpfosten gestoppt wurde, belohnte sich Bowinkelmann in der in der 76. Minute endlich für seinen gewohnt großen Aufwand: Herrlich von Krüger freigespielt, blieb der Allrounder vor Keeper Hoffmann eiskalt und schob zum final entscheidenden 4:1 ein.
Comebacker Kleiber bekam in der Folge für Altenkamp weitere Spielminute auf dem Weg zurück zu alter Stärke. Chris Baur kam für Krüger und präsentierte sich in der Schlussphase sehr engagiert. Auch Menke wurde für seinen Trainingseifer belohnt und war in den Schlussminuten gut involviert.
Insgesamt zeigte die ESG eine souveräne Vorstellung und verdiente sich den Sieg klar. Nun gilt es die kommende Trainingswoche zu nutzen und am kommenden Sonntag beim derzeitigen Tabellenführer FSV Kettwig II. ein Ausrufezeichen zu setzen.
ESG 99/06 2
Heisinger SV 2
Kreisliga B Gruppe 3 · 21. Spieltag